Auf der gamescom 2019 durfte natürlich Marvelous nicht fehlen. Der Publisher konnte mit vielen verschiedenen Titeln, angefangen bei „BurgerTime Party!“, aufgehört bei „Rune Factory 4“, aufwarten. Leider verstrich die Zeit schneller als gedacht, sodass innerhalb der 30 Minuten nur auf zwei Spiele ein Blick geworfen werden konnte.

„Sakuna: Of Rice and Ruin“

Von allen Spielen, die Marvelous zu bieten hatte, bekam das von Edelweiß entwickelte Spiel, „Sakuna: Of Rice and Ruin“ die meiste Aufmerksamkeit. Das Spiel wurde zwar von nur zwei Entwicklern kreiert, doch schon beim ersten Anspielen zeigt es eine sehr große Tiefe in Bezug auf Handwerken und Anbau.

Die Protagonistin Sakuna ist eine verwöhnte Ernte-Göttin. Sie wurde auf eine gefährliche Insel verbannt, auf der eine Gruppe von ausgestoßenen Menschen lebt. Dort erkundet sie die Umgebung und findet ein Zuhause in einem Bergdorf, in dem sie sich das Ziel setzt, ihren Titel als Ernte-Göttin unter Beweis zu stellen, indem sie Reis anbaut und das Leben der dort lebenden Menschen verbessert.

Abseits von der Ernte

Abgesehen von den genannten Handwerkskünsten ist „Sakuna: Of Rice and Ruin“ ein klassischer 2D-Side-Scroller. Es können schwache und starke Angriffe kombiniert und schnelle Sprint-Bewegeungen zum Ausweichen von Gefahren durchgeführt werden. Etwas mehr Abwechslung in das Spiel bringt Sakunas Schal. Die Göttin kann sich damit wie mit einem Greifhaken fortbewegen und so über Gegner hinweg springen. Vor allem in Boss-Kämpfen ist diese Technik bedeutsam.

Freunde von vielen Anpassungsmöglichkeiten werden eine Menge Spaß mit „Sakuna: Of Rice and Ruin“ haben, denn abseits von der Action kann die Heldin mit allerhand Gegenständen, wie Waffen oder Kopfbedeckungen und Fähigkeiten ausgerüstet werden. Insofern kann der Charakter nach den Wünschen des Spielers angepasst werden.

Nicht nur für Anfänger ein Spaß

Die verspielte Grafik lädt zwar vor allem Gelegenheitsspieler ein, die vielleicht nur auf ein leichtes Spiel aus sind, aber das heißt nicht, dass „Sakuna: Of Rice and Ruin“ nicht auch zeitweise fordernd sein kann. Für Fans von Side-Scrollern ist das Spiel auf alle Fälle einen Blick wert.

Das Spiel erscheint noch in diesem Jahr sowohl für PlayStation 4 als auch für Nintendo Switch.

„Heroland“

Da „Heroland“ um einiges textlastiger als „Sakuna: Of Rice and Ruin“ ist, konnten die Spielmechaniken selbst leider kaum getestet werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Titel nicht unterhaltsam wäre, ganz im Gegenteil. Die Dialoge haben eine ganz eigene Komik und bringen auch grimmige Spieler zum Lachen.

In „Heroland“ schlüpft der Spieler in die Rolle eines Reiseführers. Die Kundschaft besteht aus Kämpfern, die Kerker durchqueren, Bosse besiegen und legendäre Helden werden wollen. Aufgabe des Spielers ist es seiner Kundschaft zu assistieren. Die Spielmechaniken ähneln denen eines typischen Rollenspiels. Wie viele in dem System stecken, konnte die Präsentation nicht erörtern.

Durchdachtes Design

Das erste, das bei „Heroland“ ins Auge springt, ist definitiv die skurrile Grafik. Visuell geht das Spiel in Richtung einer Pixel-Optik, die jedoch in Polygone überführt ist. Das verleiht „Heroland“ einen zusätzlichen Charme neben den lustigen Dialogen.

Das Spiel wurde von einigen namentlichen Entwicklern ins Leben gerufen, darunter Takahiro Yamane, der sich mit „Fantasy Life“ einen Namen machte, und Nobuyuki Inoue, der durch „Legend of Mana“ bekannt wurde.

„Heroland“ erscheint für PlayStation 4 und Nintendo Switch im Oktober.