Es ist bereits sieben Jahre her, dass mit „Borderlands 2“ der letzte Hauptteil der farbenfrohen Ego-Shooter-Reihe erschienen ist. Seitdem gab es zwar weitere Titel im Franchise, der vollwertige Nachfolger „Borderlands 3“ erscheint allerdings erst in Kürze. Wir haben uns für euch schon einmal ins Action-Getümmel gestürzt und erzählen euch im Folgenden von unseren ersten Eindrücken.

Gegnerjagd unter Zeitdruck

Auf der Gamescom durften wir den brandneuen Modus Proving Grounds ausprobieren. Dabei handelt es sich um besondere Herausforderungen, auf die man im späteren Verlauf der Kampagne stoßen wird. Über mehrere Areale gilt es, alle Gegner wegzupusten, die einem entgegen geworfen werden. Dafür hat man allerdings auch nur maximal dreißig Minuten Zeit. Beim erfolgreichen Abschluss der Herausforderung erwartet einen dann schließlich eine Truhe voller Loot. Je nachdem, wie schnell man das Ende erreicht, umso wertvoller fällt dieser aus. Außerdem kann man sich auch noch an optionalen Zielen versuchen, indem man beispielsweise kein einziges Mal stirbt oder eine bestimmte Anzahl an Schadenspunkten mit Feuerangriffen austeilt. Genau wie die benötigte Zeit wirken sich auch diese optionalen Missionen auf den Loot aus.

Neue Helden und Waffen

Im Zuge der Demo konnten wir uns außerdem bereits einen guten Eindruck von FL4K machen, einem der vier neuen spielbaren Helden. FL4K kann verschiedene Bestien für sich kämpfen lassen und diese mithilfe von Skillpunkten sogar noch stärker machen beziehungsweise mit bestimmten Fähigkeiten ausstatten. Das gibt einem im Kampf allerlei taktische Möglichkeiten. Die eigene Bestie kann die Gegner beispielsweise ablenken, während man seine Waffen nachlädt, oder sich an eine bessere Position begibt. Weiterhin gab die Demo schon einen kleinen Vorgeschmack auf die riesige Auswahl an Waffen, die einen im finalen Spiel erwarten. Dazu gehören Shotguns, Snipergewehre, vollautomatische Waffen und alles was man sonst noch so von einem Ego-Shooter erwartet. Bei fast allen Waffen lässt sich außerdem zwischen verschiedenen Feuermodi wählen, die für noch einmal mehr Abwechslung sorgen. Auf die ganz abgedrehten Waffen, die „Borderlands“ seit jeher auch ein Stück weit ausmachen, sind wir in der Demo allerdings noch nicht gestoßen.

Knackiger Schwierigkeitsgrad und Gegnervielfalt

Positiv ist uns dagegen bereits beim ersten Anspielen auch die Gegnervielfalt aufgefallen. Die meisten Monster konnten zwar bereits durch wenige gezielte Schüsse ausgeschaltet werden, besonders die stärkeren Gegner sorgten allerdings mit zum Teil ausgefallenen Attacken für deutlich mehr Gefahr. Zum Beispiel konnte ein Zwischenboss den Spieler blitzschnell an sich heranziehen, wodurch auch Fernkämpfer schnell in die Bredouille geraten könnten.

Der Schwierigkeitsgrad war in der gespielten Demo angenehm knackig. Vor allem dann, wenn man alle optionalen Ziele abschließen wollte, musste man geschickt zwischen den Waffen wechseln und die richtigen Fähigkeiten zum richtigen Zeitpunkt einsetzen. Grundsätzlich bietet Proving Grounds aber kein brandneues Spielerlebnis, sondern bringt das klassische „Borderlands“-Gameplay stattdessen in einem kompakten Format mit Aussicht auf wertvollen Loot.

Auf technischer Seite beeindruckt „Borderlands 3“ mit dem gewohnt farbenfrohen Comic-Stil und tollen Effekten. Auch die Waffengeräusche klingen authentisch und die Musik, die in Proving Grounds beim Betreten eines neuen Areals spielt, bringt einen richtig in Stimmung, um sich durch alle heranstürmenden Gegner Richtung Ausgang zu ballern.